Ossip Zadkine

1890 Wizebsk, Belarus - 1967 Paris

Die beiden Freunde

 

Lithografie auf chamoisfarbenem Velin

Prägestempel von Bodensee-Verlag Amriswil

unten rechts handsigniert und nummeriert 4/50

rückseitig betitelt und bezeichnet „Les deux amis“

Werkverzeichnis No. 119, Lit. Thieme/Becker 36, Vollmer 5+6

Blattmaße 76,5 x 56,5 cm, Maße mit Rahmen 88 x 67 cm

Provenienz: Berliner Privatbesitz

 

Ossip Zadkine (1890 Wizebsk, Belarus - 1967 Paris) war ein weißrussisch-französischer Maler und Bildhauer des Kubismus. Nach dem Besuch einer Kunstschule in Sunderland und des Regent Street Polytechnic in London zog er 1910 nach Paris und schloss sich der neuen kubistischen Bewegung an. Er traf Künstler wie Constantin Brancusi, Guillaume Apollinaire, Jacques Lipchitz und Pablo Picasso. In dieser Zeit stellte Zadkine in Berlin ("Freie Sezession"), in Amsterdam ("De Onafhankelijken") und in London ("Allied Artists Association") aus. Nach 1925 entwickelte der Künstler seinen eigenen Stil, der stark am Primitivismus orientiert. Während des ersten Weltkrieges arbeitete er als Krankenträger an der Front. Während dieser Zeit fertigte er Zeichnungen und Aquarelle, die den Krieg thematisieren. Unter anderem entstand eine Serie aus 20 Kriegs-Radierungen. Im Jahre 1929 heiratete Zadkine Valentine Pax (1897–1981). Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges floh das Paar in die USA, wo Zadkine an der Art Students League of New York unterrichtete. Nach Kriegsende kehrte er nach Frankreich zurück. Ossip Zadkine starb im Jahr 1967 im Alter von 77 Jahren in Paris. Er ruht auf dem Cimetière du Montparnasse. Sein bekanntestes Werk ist vermutlich die Skulptur „Die zerstörte Stadt“, eine 6,50 m hohe Bronzeplastik, die 1951-53 entstand: Ein Denkmal, welches an die mutwillige Zerstörung Rotterdams durch die deutsche Luftwaffe 1940 erinnern soll.

 

Preis: 790 €