Bernhard Heisig

Breslau 1925-2011 Strodehne

Lenin und der ungläubige Timofej (1970)

 

Lithographie auf chamoisfarbenem Velin

unten links handsigniert

Entstehungsjahr 1970 anlässlich der Mappe: Die Flut - 60 Jahre Roter Oktober 1917 - 1977, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1977

Motivgröße 38 x 30 cm, Blattgröße 47,8 x 36 cm

guter Erhaltungszustand, Druck mit vollem Rand

Provenienz: Privatsammlung Berlin, Mappenlagerung

Bestand auch in: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Inventarnummer: 77/144/K 12

 

Dargestellt ist eines der zentralen Motive des wichtigsten Repräsentanten der DDR-Kunst und Vertreter des Sozialistischen Realismus Bernhard Heisig (1925 Breslau – 2011 Strodehne). In Leipzig zählt Heisig zu den entwicklungsbestimmenden Künstler- und Lehrerpersönlichkeiten. Seine künstlerische Traditionslinie ging von einem genrehaften Realismus im Sinne Menzels aus und führte über eine kurzzeitige Beschäftigung mit Picasso in den 50er Jahren zu Corinth und Kokoschka. Auch Anregungen von Otto Dix gab es, und bei Max Beckmann fand Heisig entwicklungsfähige Kompositionsprinzipien. Gleichrangig mit seinen großen Bildern zur revolutionären Geschichte ist sein an Umfang kaum noch überschaubares Porträtschaffen. Mit seinen Mutter-BiIdnissen, seinem „Lenin und der ungläubige Timofej“ oder dem „Bildnis Vaćlav Neumann“ hatte sich Bernhard Heisig in breiten Publikumskreisen als Meister psychologisch tieflotender Menschendarstellung ausgewiesen. (Quelle: Henry Schumann: Bernhard Heisig, Der Brigadier (1970 überarbeitet 1979). In: Malerei der DDR. Kataloge der Gemäldegalerie, Heft 5, hrsg. v. Museum der bildenden Künste. Leipzig 1977. S. 42.)

 

Preis: 300 €