Salvador Dalí

1904-1989 Figueres/Katalonien

“Return, Return Shulamite” from Song of Songs of Solomon, 1971

 

Kaltnadelradierung mit Pochoir, mit Gold gehöht

auf Velin von Arches (France), aus dem Jahr 1971

handsigniert und nummeriert 151/250 (mit Bleistift)

aus der Serie: Cantique des Cantiques (das Hohelied Salomons)

Werkverzeichnis Michler/Löpsinger 479c.

gedruckt von David und Jacomet, Paris, hrsg. von Leon Amiel, New York

Sujet 48 x 34 cm, Blatt 56,5 x 37,6 cm

Am Rand der Grafik befinden sich leichte Rahmungsspuren von der älteren Rahmung (s. Foto), sonst sehr guter Erhaltungszustand.

Maße mit neuem Passepartout und Rahmen (Nielsen) hinter Glas 75 x 55 cm

Provenienz: Cambridge, Vereinigtes Königreich

 

„Kehr zurück, Sulamit“ ist ein poetisches Blatt von Salvador Dalí (1904-1989) aus der Serie Cantique des Cantiques (The Song of Songs of Solomon / das Hohelied Salomons) aus dem Jahr 1971. Das Hohelied ist ein Buch des Alten Testaments, es handelt sich um eine Sammlung von zärtlichen, teilweise explizit erotischen Liebesliedern, in denen das Suchen und Finden, das Sehnen und gegenseitige Lobpreisen zweier Liebender geschildert wird. Salvador Dalí interpretierte die Liebeslieder in seiner Serie Cantique des Cantiques (insgesamt aus zwölf Illustrationen zusammengesetzt) auf eine einzigartige Weise um.

 

Der spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer, Schriftsteller, Bühnenbildner und Designer Salvador Dalí (1904 Figueres/Katalonien 1989) war einer der Hauptvertreter des Surrealismus. Seine träumerischen, vom Unbewussten beeinflussten Werke befinden sich heute in internationalen Museen und privaten Sammlungen. 1921-26 studierte Dalí an der Kunstakademie in Madrid. Bis 1927 zeigten seine Werke einen Einfluss des französischen Kubismus sowie des italienischen Futurismus. Daneben beschäftigte sich Dalí intensiv mit Sigmund Freuds Theorien zur Psychoanalyse. 1928 war der Künstler erstmals in Paris, wo er von seinem Landsmann Joan Miró in den Surrealisten-Kreis eingeführt wurde. 1929 übersiedelte Dalí nach Paris. Bei den Surrealisten lernte er die Russin Elena Diakonova, besser bekannt als Gala, kennen. 1934 ließ sich Gala scheiden und heiratete Salvador Dalí. Gala wurde Dalís langjährige Lebensgefährtin, Muse, Inspiration und zugleich Obsession des exzentrischen Künstlers. 1929 fand in Paris seine erste Einzelausstellung statt (André Breton verfasst dafür den Katalogtext), gleichzeitig entstand der surrealistische Film Andalusian Dog, den Dalí gemeinsam mit Luis Buñuel drehte. Die Sujets von Dalís bildnerischen Werken wurden zu immer phantastischeren Kompositionen. 1934 schuff Salvador Dalí die Illustrationen zu Lautréamonts Chant de Maldoror, seine Bildfindungen werden zu einer reichen Inspirationsquelle für die Surrealisten. 1958 illustrierte Dalí den Don Quichotte. Er entwarf auch mehrere Bühnendekorationen für Ballettaufführungen. 1940-48 lebte Dalí in den USA. 1942 schrieb er seine Autobiografie "Das geheime Leben des Salvador Dalí", die viel von der Exzentrik seines Lebensstils beinhaltet. 1944 erschien sein erster Roman Hidden Faces "Verborgene Gesichter". Als Mitarbeiter bei Mode- und Lifestyle-Zeitschriften wie "Harper’s Bazaar" und "Vogue" entwarf Dalí für die Modedesignerin Elsa Schiaparelli Modeaccessoires sowie Schmuck und Parfüms. Nachdem Salvador Dalí 1948 nach Spanien zurückkehrte, hat er sich vorwiegend religiösen und mythologischen Bildthemen zugewendet. Anfang der 1970er Jahre arbeitete Dalí intensiv an dreidimensionalen Werken und experimentierte mit holographischen Collagen. Salvador Dalí gilt mit Giorgio de Chirico, René Magritte, Max Ernst und Pierre Delveaux zu den Hauptvertretern der surrealistischen Malerei; er stirbt 1989 im spanischen Figueras.

 

Preis: 1.700 €